Rabbiner und Kantoren in Frankenthal: von konservativ bis liberal

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Rabbiner und Kantoren sind wichtige hauptamtliche Mitglieder einer jüdischen Gemeinde. Sie begleiten und beraten die Menschen in den Gottesdiensten, bei religiösen Festen und im Alltag. Im Zuge der Aufteilung der Pfalz in vier Rabbinatsbezirke entstand im Jahr 1828 auch der Rabbinatsbezirk Frankenthal-Dürkheim mit Sitz in Bad Dürkheim. In der Pfalz lebten damals rund 537 800 Einwohner. 1850 gab es rund 15 000 Juden. Das waren drei Prozent der Bevölkerung. Als Rabbiner in Frankenthal dienten Aron Cohen, Dr. Adolf Salvendi, der 43 Jahre lang bis 1909 dem Rabbinatsbezirk vorstand, und Dr. Ernst Steckelmacher, der im März 1943 im Vernichtungslager Majdanek ermordet wurde. Außerdem gab es die Kantoren Isaak Singer, Lazarus Levi, Emil Straus und Heinrich Schottland, der 1938 mit seiner Frau und den vier Kindern in die USA flüchten konnte.

Der Referent geht auch auf die verschiedenen religiösen Strömungen im Judentum ein. Vor allem ab dem 19. Jahrhundert entwickelten sich neben den konservativen und orthodoxen Richtungen auch liberale, reformierte und progressive Auffassungen zum Gottesdienst und zur Einhaltung der vielen Gesetze. In Deutschland gab es ab den 1930er Jahren die ersten Rabbinerinnen. Die Jüdische Gemeinde in Frankenthal wird um die Jahrhundertwende als eine liberale Gemeinde beschrieben.

Referent: Herbert Baum

In Zusammenarbeit mit dem Förderverein für jüdisches Gedenken in Frankenthal.

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