Die jüdische Familie Schweitzer von 1877 bis 2019

Familie Schweitzer Familie Schweitzer

Der Förderverein für jüdisches Gedenken Frankenthal beteiligt sich auch in diesem Jahr an der Woche der Brüderlichkeit, die von den Gesellschaften für Christlich-jüdische Zusammenarbeit veranstaltet wird und vom 8. bis 10. März 2019 bundesweit stattfindet. Das Jahresthema lautet: „Mensch, wo bist Du? Gemeinsam gegen Judenfeindschaft“.
 
Im Januar 1877 übernahmen die jüdischen Kaufleute Isaac Schweitzer und Hermann Wertheimer ein Geschäft für Stoffe und Kurzwaren am Frankenthaler Marktplatz. Im Januar 1881 kauften sie ein Geschäfts- und Wohnhaus an der Ecke Bahnhofstraße/Marktplatz. Das Kaufhaus Schweitzer und Wertheimer entwickelte sich zu einem der erfolgreichsten Handelsunternehmen in Frankenthal. Isaac Schweitzer und Isabella Schweitzer hatten elf Kinder, die alle in Frankenthal geboren wurden.

Der Referent steht seit Jahren mit einem Nachkommen der Familie in ständiger Verbindung. Aufgrund der vielen Briefe, Dokumente und Fotos, die er erhalten hat, kann er die Geschichte der zahlreichen Mitglieder von 1877 bis heute anschaulich und differenziert darstellen.
Der schwäbische Kaufhausgründer Isaac Schweitzer und seine in Fincastle/Virginia geborene Ehefrau Isabella hatten 12 Kinder. Aus der tiefsten schwäbischen Provinz war er 1865 in die USA ausgewandert, der Vater seiner Frau bereits vor 1850 aus Osterberg/Bayern. Sie kehrten 1875 in die deutsche Heimat, in das „bayerische“ Frankenthal, zurück. Hier betrieb die Familie – mit dem Kaufhaus Schweitzer & Wertheimer – das einstmals größte Kaufhaus der Pfalz.
Das Kaufhaus erlebte Höhen und Tiefen dies zeigt der Bildvortrag anhand von zahlreichen Fotos und unzähligen Dokumenten, ebenso die Geschichte der Familie, bis hin in die bitteren Jahre der NS-Zeit und der Emigration.

Der Referent steht seit Jahren mit einem der direkten Nachkommen, dem in New York lebenden Rabbi Peter Schweitzer, in regelmäßigem Kontakt. Er hat diesen bei der Zusammenstellung der Familienchronik unterstützt und unter anderem Tagebücher dessen Vater transkribiert und übersetzt. Gemeinsam mit Rabbi Schweitzer und dessen Sohn hat er sich 2013 auf Spurensuche in der Heimat von Issac und den Vorfahren dessen Ehefrau begeben und war 2014 Gast bei der Bar-Mitzwa des Sohnes von Rabbi Schweitzer in New York. Eine weitere gemeinsame Reise ist für 2019 geplant.

Referent: Werner Schäfer

In Zusammenarbeit mit dem Förderverein für jüdisches Gedenken in Frankenthal.

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