Neuerscheinungen aus der israelischen Literatur

Am Mittwoch, 24. Oktober, um 19.30 Uhr spricht Eldad Stobezki, Frankfurt, in der früheren Synagoge über „Moderne Literatur aus Israel.

Der Literaturkenner, Linguist und Übersetzer präsentiert eine Auswahl zeitgenössischer jüdischer Literatur, die in den letzten zwei Jahren in deutscher Sprache erschienen ist und Israel und Deutschland verbindet. „Es ist nicht nur der Krieg, der den Alltag und den Buchmarkt in Israel beherrscht. Aharon Appelfeld, David Grossman, Amos Oz, Lizzie Doron, Mira Magen, Meir Shalev, und andere wichtige Autoren erzählen von unterschiedlichen Themen – vom Gegensatz und der Koexistenz der Kulturen, von einem oft auch banalen Alltag in einer Krisenregion“.

 

Es geht auch immer wieder um Ursachen und Folgen der Schoa in Form von Sachbüchern, Romanen, Memoiren oder Gedichten. Beispiele sind die Lebensbeschreibungen von Charlotte Salomon („Es ist mein ganzes Leben“, Biografie von Margret Greiner) und Francoise Frenkel („Nichts um sein Haupt zu betten“), die Anfang der 40er Jahre in Frankreich lebten.

Eine Neuerscheinung ist „Der Reisende“ von Ulrich Alexander Boschwitz, der seine Flucht aus Berlin nach der Pogromnacht im November 1938 beschreibt. Zu den weiteren Empfehlungen zählt der Referent den Roman „Das siebte Kreuz“ von Anna Seghers, 1942 erschienen.

Themen israelischer Verlage, die einen Bezug zu Deutschland haben, sind „Grunewald im Orient“, von Thomas Sparr über die Geschichte des Bauhauses und „Willkommen im Gelobten Land?“ von Jörg Armbruster über die deutschen Juden, die Jeckes.

Es sind zwei Autorinnen, die das moderne Leben in Israel zum Thema haben: In ihrem Roman „Sweet Occupation“ behandelt Lizzie Doron den Israel-Palästina Konflikt und in „Lügnerin“ beschreibt Ayelet Gundar-Goshen das Leben junger Israelis in Tel Aviv und die Macht der Medien.

Eldad Stobezki  ist 1951 in Israel geboren und aufgewachsen. Nach einem Literaturstudium in Tel Aviv lebt er seit 1979 in Frankfurt a. M. Vor fünf Jahren war er schon einmal als Referent in der Auerbacher Synagoge, als er über seine frischen Eindrücke von der Jerusalemer Buchmesse 2013 berichtete.

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