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Donnerstag, 16. Mai 2019, 19:30 Uhr

„Yid du partizaner“


„Wos schloft ihr, ihr Schläfer!“ rief die jüdische ArbeiterInnenbewegung schon im 19. Jahrhundert auf. „Der Rebbe und der Pop‘ verdrehen uns den Kopp!“ warnte sie. Als in Spanien Franco die Republik angriff, schlossen sich Juden und Jüdinnen aus der ganzen Welt den Internationalen Brigaden an. Auch bei den französischen und italienischen Partisanen war der Anteil der jüdischen Kämpferinnen und Kämpfer hoch.

Partisanengruppen bildeten sich auch in Polen und Litauen: „Lasst uns nicht wie die Schafe zur Schlachtbank gehen!“ rief der Dichter Abba Kovner im Ghetto von Wilna auf und nicht wenige folgten ihm: Eine anonyme Ballade erzählt, wie 4000 junge Juden aus dem Ghetto von Wilna nach Ponar gebracht wurden, um dort erschossen zu werden, und sich buchstäblich mit Zähnen und Klauen gewehrt haben: „Sie hobn geworfn sich oif der Gestapo, und sey die Kleider zerrissen. Geblieben sind liegen neben die Jidn etliche Daitsche zerbissen!“ Und das Lied über den Partisanenkommandanten Itzig Wittenberg erzählt, wie er, auf ein Ultimatum der SS, sich freiwillige gestellt hat, um das Ghetto vor der Vernichtung zu bewahren: „Zum Tod geht stolz der Kommandant!“ Doch die Partisanen kämpften weiter: „Dem Faschist verzittert werd, er weiß nit, wo, von wannen stürmen Jidn von unter der Erd, Jidn Partisanen!“

Martin Auer singt unplugged total: Solo und a capella, also ganz ohne Netz. So wie man eben früher bei der Arbeit gesungen hat, wie seine Mutter beim Bügeln gesungen hat. Bei der Arbeit hat man keine Hand frei für ein Instrument.

Wie immer ist der Eintritt frei. Der Freundeskreis Ehemalige Synagoge Heinsheim freut sich aber über eine Spende für die Fertigstellung ihres Projekts „Synagoge Heinsheim“.

 
 
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