Lucius Teidelbaum: Rechte Szenen im Südwesten

Mittlerweile kommt man nicht umhin, einen gesellschaftlichen »Rechtsruck« zu konstatieren. Der Resonanzboden dafür wird in Form von Wahlentscheidungen ‒ so erzielte die AfD bei der Landtagswahl 2016 in Baden-Württemberg 15,1 % (im Wahlkreis Mannheim I und im Wahlkreis Pforzheim holte sie jeweils das Direktmandat), bei der Bundestagswahl im September 2017 kam sie auf 12,6 % ‒ und Straßenmobilisierungen ‒ z. B. Demo in Kandel, »Demo für alle« in Stuttgart ‒ zum Klingen ge-bracht. Maßgebliche rechte Akteure sind Parteien, aber auch andere Organisationen. Die bekanntesten unter ihnen sind die »Alternative für Deutschland« und die »Identitäre Bewegung«. Andere wie die antisemitische Ludendorffer-Sekte halten sich bewusst im Hintergrund bzw. »fliegen« bewusst »unter Radar«.

Die ideologische Bandbreite innerhalb der extremen Rechten ist weitaus größer als die Wiedergänger des historischen Nationalsozialismus, auf den vor allem die Behörden fokussieren. Andere extrem rechte Strömungen, oftmals subsumiert unter den Begriff »Neue Rechte«, lehnen Gewalt offiziell ab, arbeiten aber trotzdem auf einen autoritären und homogenen Staat hin.

Dazu gesellen sich im Südwesten verschiedene Formen von Nationalismus »mit Migrationshintergrund« und die christliche Rechte als Sonderform.

Lucius Teidelbaum gibt in seinem Vortrag einen Überblick über die verschiedenen Erscheinungsfor-men extrem rechter Ideologie, ihre Vertreter*innen und Netzwerke, ihre Inhalte und ihre Gefahren.

Lucius Teidelbaum ist freier Journalist, Publizist und Rechercheur zum Thema extreme Rechte und anliegende Grauzonen. Er hat u. a. »Braunzone Bundeswehr. ›Rechtsum‹ in der Männertruppe« (2012), »Obdachlosenhass und Sozialdarwinismus« (2013), »PEGIDA. Die neue deutschnationale Wel-le auf der Straße« (2016) und »Die christliche Rechte in Deutschland« (2018) veröffentlicht.

Dienstag, 12. Juni 2018, 19:30 Uhr
Jugendkulturzentrum FORUM, Neckarpromenade 46

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