Vergangenheit und Gegenwart der IG Farben

Die IG Farben unterstützen den deutschen Vernichtungskrieg in entscheidendem Ausmaß. Sie wurde 1925 als Zusammenschluss von verschiedenen deutschen Chemieunternehmen gegründet (u.a. BASF, Farbwerke Höchst, Bayer). Um die Produktion von künstlichem Benzin (Leuna) und Kautschuk (Buna) zu erhöhen, wurden von der IG Farben und dem Reichsamt für Wirtschaftsaufbau der Bau einer Produktionsstätte im Dorf Monowice, in der Nähe von Oświęcim, beschlossen. Im April 1941 begannen die Bauarbeiten für das IG Farben Werk durch Häftlinge des 6km entfernten Konzentrationslagers Auschwitz.

In Zusammenarbeit mit den IG Farben wurde 1942 das Konzentrationslager Auschwitz III Monowitz erbaut, um den Bau des IG Farben Werkes zu beschleunigen. Die Baumaterialien stellte die IG Farben und überwies einen Betrag pro Häftling pro Tag an die SS. In Auschwitz III Monowitz wurden über 25.000 Menschen ermordet. Sie starben auf der Baustelle des IG Farben Werkes, im Lager Auschwitz III Monowitz und/oder in den Gaskammern von Auschwitz Birkenau.

Das Wissen um die Herstellung von Buna und Leuna kam auch aus der BASF, wie auch Teile derjenigen Personen, die aktiv an der Planung beteiligt waren: Otto Ambros, Carl Krauch und andere.

Auch auf weitere Weisen waren die IG Farben an den Taten des Nationalsozialismus beteiligt: Sie hielten Anteile an der Firma Degesch, die Zyklon B herstellte, führten Fleckfieberversuche an Häftlingen durch und viele Zwangsarbeiter mussten für sie arbeiten. Regelmäßig besichtigten Mitarbeiter der IG Farben die Baustellen.

All diese Tätigkeiten wurden koordiniert in dem Hauptsitz der IG Farben in Frankfurt am Main, das Gebäude ist heute Teil der Goethe Universität Frankfurt am Main.

Der Vortrag untersucht, ausgehend von der historischen Rolle und Bedeutung der IG Farben und Auschwitz III Monowitz, den heutigen problematischen Umgang der Goethe Universität und der BASF mit ihrem historischen Erbe.

Der Vortragende ist Teil der Initiative Studierender am IG Farben Campus. Die Initiative Studierender am IG Farben Campus setzt sich mit der Frage: „Studieren nach Auschwitz?“ auseinander, besonders an dem Ort, der wie kein anderer für die Zusammenarbeit von IG Farben und dem Nationalsozialismus steht – dem heutigen Campus Westend der Goethe Universität.

Kooperationspartner der Veranstaltung ist der Verein der KZ-Gedenkstätte Sandhofen e.V., welcher auch einen Infotisch mit Literatur und weiterem Infomaterial bereitstellen wird.

Eine Veranstaltung der ver.di Studierendengruppe Rhein-Neckar und ver.di Jugend Rhein-Neckar. Mit freundlicher Unterstützung der DGB Jugend Nordbaden und KZ Gedenkstätte Sandhofen e.V.

Veranstaltungsort: Hans-Böckler-Zentrum (Loderer Saal), Cahn-Garnier-Ufer (Ecke Gewerkschaftshaus), Mannheim

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