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Dienstag, 03. Dezember 2019, 19:00 Uhr

»Islamophobie« – zur Kritik einer fragwürdigen Kategorie


Im öffentlichen wie im akademischen Diskurs beanspruchen diejenigen, die den Begriff »Islamophobie« verwenden, diesen als analytische Kategorie, um rassistische Vorurteile und Ressentiments gegen muslimische Bevölkerungsgruppen zu erkennen.

Die Referenten hingegen nehmen den Bedeutungsgehalt des Begriffs »Islamophobie« in paradigmatischen Kontexten kritisch in den Blick, entfalten dessen wissenschafts- und gesellschaftspolitische Implikationen und stellen diese zur Diskussion.

Die Referenten, Ali Tonguç Ertuğrul und Vojin Saša Vukadinović, sind Autor bzw. Herausgeber des Sammelbandes »Freiheit ist keine Metapher«. Die Beiträge dieser Aufsatzsammlung erinnern an das Glücksversprechen der Emanzipation, das im Zuge der akademischen und gesellschaftlichen Popularisierung von Genderfeminismus, Antirassismus und Queer Theory seit den 1990er-Jahren zusehends verworfen worden ist. Rund 40 Autorinnen und Autoren untersuchen in sieben thematischen Sektionen daraus resultierende Fehlentwicklungen, die heute in den angeblich aufgeklärten Arealen der Wissenschaft und im zeitgenössischen Aktivismus dominant anzutreffen sind: so etwa Kulturrelativismus, Ethnopluralismus oder die Renaissance antiimperialistischer Ideologie. Die Beiträge verfolgen überwiegend einen analytischen Anspruch und haben zum Ziel, die mit der Anthologie »Beißreflexe« von 2017 ersichtlich gewordenen Probleme weiter zu ergründen. Die vier Untersuchungsgegenstände Antisemitismus, Migration, Rassismus, Religionskritik werden dabei aus dezidiert geschlechter- wie sexualitätspolitischer Warte angegangen.

Referenten: Ali Tonguç Ertuğrul und Vojin Saša Vukadinović

 
 
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