Eine auswärtige Affäre

Eine auswärtige Affäre

Phoebe Frost, eine sittenstrenge Kongressabgeordnete, besucht die US-Truppen im zerstörten Berlin. Und ist entsetzt über den moralischen Schlendrian, auf dem Schwarzmarkt wie auch im Nachtclub „Lorelei“, wo die Sängerin Erika von Schlütow auftritt. Die hatte enge Beziehungen zur Nazi-Führung unterhalten und wird nun offenbar von einem amerikanischen Verehrer geschützt. Phoebe Frost wendet sich an Captain Pringle, der den moralischen Sumpf austrocknen soll – und verliebt sich auch prompt in ihn. Dabei ist es Pringle, der eine Affäre mit Erika von Schlütow unterhält – aus politischen Gründen... Billy Wilder, in der Weimarer Republik angesehener Drehbuchautor, wurde im US-Exil zu einem der wichtigsten Hollywoodregisseure. Wilders Mutter und Stiefvater wurden im Holocaust ermordet. 1945 kehrte er nach Deutschland zurück – als Angehöriger der Filmabteilung des US-Militärs.

Einführung: Joachim Kurz

Eine auswärtige Affäre (A Foreign Affair)
USA 1948. R: Billy Wilder. D: Jean Arthur, Marlene Dietrich, John Lund. Musik: Friedrich Hollaender. 116 Min. OmdtU. FSK: 12

Aus der Reihe "Filmschaffen in der Emigration" des Cinema Quadrat (September bis Dezember 2017): Die deutschen Filme der Weimarer Republik gehörten zu den besten der Welt. Doch nach 1933 mussten viele Filmschaffende vor der Politik der Nationalsozialisten fliehen. Während das Kino in Deutschland zum Instrument der Nazi-Propaganda wurde, versuchten die Exilanten, im Ausland Fuß zu fassen: Viele der größten Künstler und besten Handwerker der großen Zeit des deutschen Films schufen ein „anderes“ deutsches Kino. Ein Kino, das nicht in Deutschland, sondern vornehmlich in den USA entstand, künstlerisch oft herausragend und inhaltlich häufig auf die Exilsituation bezogen (Mehr Infos: http://www.cinema-quadrat.de/filmreihen-specials/filmschaffen-in-der-emigration/)

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